Jimi Blue Ochsenknecht ist am Mittwoch (25.06.) am Hamburger Flughafen vorläufig festgenommen worden. Er soll eine Hotelrechnung in Höhe von rund 14.000 Euro nicht bezahlt haben. Obwohl diese nun beglichen ist, bleibt er in Haft und soll nach Österreich ausgeliefert werden.

Fast eine Woche nach seiner Festnahme ist am Dienstag (01.07.) der Auslieferungshaftbefehl gegen Jimi Blue Ochsenknecht erlassen worden. “Der ist ihm heute verkündet worden. Das ist die Grundlage für die Auslieferungshaft”, sagte eine Sprecherin der Generalstaatsanwaltschaft Hamburg der Deutschen Presse-Agentur.

Mittlerweile ist das Auslieferungsverfahren noch einen Schritt weiter. Die Generalstaatsanwaltschaft habe einen Antrag auf Zulässigkeit der Auslieferung gestellt, erklärte die Sprecherin am Freitag (4. Juli). Nun müsse das Oberlandesgericht (OLG) Hamburg über den Antrag entscheiden. Sollte das OLG dem Antrag stattgeben, müsse der Beschuldigte innerhalb von zehn Tagen ausgeliefert werden.

Bis dahin muss Jimi Blue Ochsenknecht weiter in Hamburg in Haft bleiben.

Jimi Blue dankt seiner Ex-Freundin

Mittlerweile zeigte sich der Schauspieler und Reality-Star einsichtig. Auf Instagram erschien eine Story, die ihn folgendermaßen zitiert: “Ich hätte wissen müssen, wie ernst die Situation ist und ich hätte es niemals so weit kommen lassen. Das war falsch.”

Seine Ex-Freundin Yeliz Koc hat seinen Angaben zufolge den offenen Betrag innerhalb kürzester Zeit nach seiner Festnahme beglichen. Sie habe “ohne mit der Wimper zu zucken” Hilfe angeboten und den offenen Restbetrag überwiesen. Dafür dankt er ihr mit vielen Worten. “Du bist eine absolute Löwin.”

Party mit finanziellen Folgen

Sein 30. Geburtstag liegt mittlerweile dreieinhalb Jahre zurück, doch dieser fällt Jimi Blue Ochsenknecht nun gehörig auf die Füße. In einem Tiroler Hotel veranstaltete er im Dezember 2021 eine offenbar größere Geburtstagsparty – die Rechnung von rund 14.000 Euro soll er angeblich nicht komplett bezahlt haben. Sein Anwalt erklärte Brisant in einem Statement:

Jimi ist gestern wegen einer teilweise offenen Hotelrechnung in Österreich aus dem Jahr 2022, über die mit dem Hotel wegen unterschiedlicher Auffassungen über die Kooperation Uneinigkeit bestand, in Auslieferhaft geraten. Alles wurde dann sofort bezahlt, um die Sache zu erledigen, damit Jimi zu seiner Tochter und die anstehenden Dreharbeiten wahrnehmen kann.

Rechtsanwalt Dr. Sebastian Skradde Brisant

Das Geld ist endlich da

Der Chef des besagten Hotels hat mittlerweile den Eingang des Geldes bestätigt.

Ich habe heute einen Kontoauszug bekommen, dass das Geld auf dem Konto meiner Anwaltschaft eingegangen ist und somit ist das Thema für mich erledigt.

Hotelchef Wilhelm Steindl Deutsche Presse-Agentur

Bei der Staatsanwaltschaft geht das aber nicht so schnell, wenn sie erst einmal dem Verdacht des Betruges nachgeht. Dazu der Anwalt von Jimi Blue Ochsenknecht:

Jimi wird selbstverständlich mit den Behörden in Österreich zusammenarbeiten und sich einem Verfahren stellen. Wir werden alles tun, um der Aufklärung und Beendigung eines Verfahrens beizutragen.

Rechtsanwalt Dr. Sebastian Skradde Brisant

Jimi Blue Ochsenknecht bei der "Die Ironie des Lebens" Film Premiere 2024 in München
Im Dezember 2021 feierte Jimi Blue Ochsenknecht seinen 30. Geburtstag ausgelassen in einem Hotel in Österreich – konnte die Party aber wohl nicht bezahlen. (Archiv)Bildrechte: IMAGO/APress

Jahrelange Versuche an das Geld zu kommen

Hotelier Wilhelm Steindl erinnert sich an die Geburtstagsfeier Ende 2021 in seinem Vier-Sterne-Hotel: “Die Feier war natürlich dementsprechend groß. Die haben auch sehr viel konsumiert. Bei der Abreise konnte er quasi per Kreditkarte die Rechnung nicht bezahlen. Er hat darum gebeten, dass er sie überweisen kann.”

Trotz mehrmaliger Erinnerung sei das Geld nie angekommen – auch nicht in Raten, weshalb das Hotel vor Gericht zog. Im November 2024 war Jimi Blue Ochsenknecht schließlich zur Fahndung ausgeschrieben worden, wie die Staatsanwaltschaft Innsbruck der Deutschen Presse-Agentur sagte.

Wird Jimi Blue Ochsenknecht nach Österreich ausgeliefert?

Ob der 33-Jährige tatsächlich nach Österreich ausgeliefert wird, muss nun die deutsche Justiz entscheiden. Sollte es so kommen, würde in Österreich grundsätzlich ein Antrag auf Untersuchungshaft gestellt, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Innsbruck.

Denn mit der Bezahlung der offenen Rechnung würden der Grund für eine mögliche U-Haft und der Betrugsverdacht nicht wegfallen. Sie verwies darauf, dass das Geld offenbar erst im letzten Moment überwiesen wurde.